Hallo Trailrunner und Laufbegeistete!

Hervorgehoben

Willkommen auf unserer Seite. Ich und mein Bruder sind ein Trailrunning Team aus dem schönen Münsterland in NRW. Wer das Münsterland kennt weiß, es geht hier doch sehr flach zu. Wie kommen wir also auf die Idee ein Trail Team zu gründen? Die Frage lässt sich dann doch recht schnell beantworten. Wir sind beide laufbegeistert und waren als Kinder schon immer viel in den Bergen unterwegs. Ausserdem lieben wir die Abwechslung beim laufen die uns gerade bei dem Sport an viele schöne Ecken führt. Wir werden hier von Zeit zu Zeit über unsere Rennen und Erfahrungen berichten. Viel Spaß beim lesen.

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Innsbruck Alpine Trail Festival 2018

Für mich war es der Auftakt in die alpine Trailsaison und es sollte ein unbarmherziger werden! Das Innsbruck Alpine Trail Festival sollte mir auf der 85km Strecke alles abverlangen.

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Wunderschöne Bergkulisse machten auch das laufen auf der Straße einfach.

Gespannt blickte ich Tage vor dem Lauf schon auf den Wetterbericht. Das Hoch setzte sich über Österreich fest und so konnten wir mit wunderschönem trockenen und sonnigen Wetter für Samstag den 28.04.2018 rechnen. Für Frank (startete auf der der 25km Strecke) und mich ging es aus dem Münsterland freitagmorgens Richtung Süden. Sind wir noch auf der Autobahn gut durchgekommen machte uns eine Baustelle in einem kleinen Alpendorf einen Strich durch die Rechnung. Eine Vollsperrung kostete uns fast eine Stunde an Zeit.

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Der Platz des Moderators in der Trail City.

Wir fuhren also nicht wie geplant zuerst zum Hotel sondern direkt zur Trail City um unsere Startnummer abzuholen und die Ausrüstung kontrollieren zu lassen. Da wir gegen 15 Uhr da waren ging die Abholung recht fix und wir hatten noch Zeit den 20€ Sport Conrad Gutschein einzulösen und bei den anderen Herstellern vorbeizuschauen. Wir waren nur kurz im Hotel um direkt in die Laufschuhe zu steigen und bei einem 20min Lauf die lange Autofahrt aus den Knochen zu bekommen.

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Beim Streckenbriefing gab es die letzten wichtigen Infos.

Unser Hotel lag in Gehweite zur Trailcity und so waren es nur 20min Fußmarsch um zur Schupfnudelparty zu gelangen. Das anschließende Briefing ging nochmal auf die zweite Streckenänderung innerhalb von einer Woche ein. Wegen Lawinengefahr musste bereits vor einer Woche die Strecke hoch zur Mutterer Alm gesperrt werden. Zwei Tage vor dem Lauf musste dann der Bereich um die Umbrüggler Alm gesperrt werden. Die Strecke verringerte sich dadurch nur leicht. Lediglich 400 Höhenmeter weniger mussten gelaufen werden. Als Bilder von einem Bagger gezeigt wurden der eine Schneise durch ein hohes Schneefeld gebaggert hatte um Platz für die Läufer zu machen hatte spätestens jetzt jeder Verständnis für die Streckenänderungen.

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04:20 Uhr. Auf zum Startbereich.

Nach einer kurzen Nacht stand ich am Samstag um 03:30 Uhr auf um mich auf den Lauf vorzubereiten. Zum Glück hatte sich durch die Streckenänderung auch die Startzeit um eine Stunde nach hinten verschoben. So ging es um 5 Uhr ohne Getöse oder „Highway to Hell“ nur mit einem kurzen „10.…3.2.1 los“ für knapp über 200 Läufer/innen auf die K85 Strecke. Eine kurze Schleife durch die Altstadt von Innsbruck, die Innüberquerung über eine Holzfußgängerbrücke und schon ging es hoch in die Berge. Zunächst durch ein kleines Wohngebiet ging es dann relativ schnell auf die ersten Trails. Im Licht der Stirnlampe war das Tempo sehr hoch und der erste Anstieg inklusive anschließenden folgende Downhill verliefen ohne Probleme.

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Innsbruck ließen wir links liegen und überquerten erneut die Inn um sofort wieder in den nächsten Anstieg zu gehen. Die Sonne war mittlerweile aufgegangen, dennoch waren die Temperaturen im Wald sehr frisch und so war ich froh über meine Ausrüstungswahl. An zusätzlicher Verpflegung brauchte man fast nichts. An den vielen Verpflegungsstationen (alle 7-8km) konnte man nach Herzenslust zulangen. Es hat an nichts gefehlt. Verschiedene Getränke (Cola, Wasser, Iso, Tee) und Verpflegung (Riegel, Käse, Wurst, Brezel, Gurken, Salz, Gels) war alles vorhanden. Die hilfsbereiten und freundlichen Helfer halfen dabei allen die Trinkflaschen aufzufüllen und die Wünsche zu erfüllen. Hier schon mal ein herzliches Dankeschön für den Einsatz! Neben dem Helfen für die Läufer musste auch alle immer die Startnummern der Läufer zur Kontrolle aufschreiben. Das konnte bei einer größeren Gruppe dann auch schon mal hektisch werden. Ob es was macht wenn man mal vergessen wurde war mir da nicht ganz klar. Kann man ja immer mal vergessen.

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Innsbruck immer im Blick und doch in einer anderen Welt!

Die Alternativroute führte uns ca. 600hm unterhalb der Mutterer Alm über Straßen durch mehrere kleine Orte zu unserem Wendepunkt. Der dann folgende Downhill war eines der Highlights der Strecke. Den Steig ging es mehrere Kilometer auf einem traumhaften Singletrail. Hier konnte man es nochmal so richtig rollen lassen. Musste aber doch immer hellwach sein da es auf der linken Seite des Weges steil bergab ging und man auf dem weichen Waldboden jederzeit den Halt verlieren konnte.

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Viele Wälder spendeten wohltuenden Schatten.

Dieser Weg schien kein Ende zu haben und führte uns nun an einem Fluss entlang durch eine Schlucht. Als Skisprungschanze von Innsbruck auftaucht nahte der Kilometer 54 und somit mein Dropbag. Ich legte aber nur mein Unterhemd und Longsleeve ab um auf ein T-Shirt zu wechseln. Es war mittlerweile sehr warm geworden und die Mittagssonne brannte unbarmherzig auf die Straße. Nach einer kurzen Schleife durch Innsbruck ging es dann aber zum Glück wieder in den Wald und auf den vorletzten Anstieg. Mittlerweile habe ich auch schon zweimal zu Magnesium und Salztabletten gegriffen um die ersten Anzeichen von Krämpfen vorzubeugen.

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Postkartenpanorama inklusive

Noch einmal knapp 200hm rauf und schon ging es runter in den Ort Hall und damit war man auf mehreren Kilometern der Sonne ausgeliefert. Auf den Straßen stand die Luft in der Stadt und machten das Laufen schwer. Da war der Verpflegungspunkt in einer Burg und der anschließende Weg durch die kleinen Gassen der Stadt eine willkommene Abwechslung. Mittlerweile stellte sich auch der Kopf quer und innerlich begann ich schon wieder zu fluchen und zu überlegen warum mache ich das eigentlich?! Das Gefühl kannte ich aber schon und weiß ja spätestens einen Tag später wieder vergeht. 😉

Nicht nur meine Krämpfe kannten nun keine Gnade mehr. Ich verlor viel Zeit auf dem letzten Anstieg und war froh als einer sagte jetzt geht’s nur noch bergab. Aber auch hier war es mir nur noch möglich zu laufen wenn es geradeaus ging. Vor jeder Kurve auf den schmalen Wanderwegen bremste ich ab um Krämpfe zu vermeiden. Als wir alle dachten es geht nur noch bergab, kamen noch zwei leichte Anstiege. Die waren aber nur noch Kopfsache und auch schnell vorbei.

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Der letzte Blick von oben auf Innsbruck. Danach ging es bergab.

Es folgten die ersten Häuser und schon fand ich mich auf der Fußgängerbrücke die wir auch schon nach dem Start überquert haben wieder. Jetzt war es also nicht mehr weit. Kurz die Inn entlang um die letzten Meter in einen Park einzubiegen. Hier saßen sehr viele Leute entlang der Strecke und feuerten die Läufer an. Dies sorgte auf den letzten Metern nochmal für Gänsehaut. Frank hatte seinen Lauf schon lange beendet und wartete im Ziel als ich nach 10:47:07h als 42. gesamt der Männer die Ziellinie überquerte. Ich gönnte mir noch 2 alkoholfreie Weizen und begab mich dann auf dem Weg zur Dusche.

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Nach dem abholen meiner Dropbag gingen wir in der Altstadt noch was Essen und machten uns auf dem Weg ins Hotel. Ich musste unbedingt meinen Kopf kühlen da Ich mir wohl einen leichten Sonnenbrand im Gesicht eingefangen und so machte ich mir ein Handtuch nass und legte es mir aufs Gesicht. Das Frühstück ließen wir sonntags morgens ausfallen und machten uns früh auf den Heimweg. Wir wollte auch zu unseren Familien zurück.

Hier kurz das Rennen in Zahlen:
Stephan – 10:47:07h – 85,7km – 3000 Höhenmeter – Gesamt Platz 42 – 25. Platz AK Men
Frank – 02:40.26 – 25km – 1000 Höhenmeter – Gesamt Platz 115 – 97. Platz AK Men

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Ich (links) und Frank (rechts) mit unseren Startnummern in der Trail City.

Fazit:
Hier möchte ich mal kurz auf die Streckenmarkierung eingehen. Hatte ich in mehreren Vorberichten gelesen das man gerade nachts extrem aufpassen musste empfand ich das der Veranstalter sich mehr angestrengt hatte und lieber ein Schild zuviel als zuwenig aufgestellt hatte. Dennoch gab es zwei bis drei Stellen wo ich auf die Navigation auf meiner Uhr zurückgreifen musste. Ansonsten kann ich den Lauf uneingeschränkt empfehlen und Danke dem Veranstalter „Laufwerkstatt“ für das Event. Tolle Trails in beeindruckender Landschaft. Die große Stadt Innsbruck immer im Blick war man doch in einer anderen Welt. Das ist es ja was dieses Sport so einzigartig macht!

Rothaarsteig Marathon 2017 – 2. Platz AK

Das Höhenprofil des Rothaarsteig Marathon kannte ich ja mittlerweile fast auswendig. Ist es doch mein 5ter Start in Fleckenberg gewesen. Zum ersten mal 2013 den Halbmarathon und am 21.10.2017 stellte ich mich zum 4ten Mal dem Marathon mit 838 Höhenmetern. Das ist kein Kinderspiel. Glaubt mir!

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Vollgas beim Start des Marathon.

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P-Weg Ultramarathon – Top 10

4:00 Uhr nachts. Der Kleine hat Hunger und ich bin danach wach. Da waren also die Gedanken ob ich nun wirklich bei dem angekündigten Regen und Wetterverhältnissen bei dem 24h Lauf in Reken starten sollte. Immerhin wurde für Freitag Abend bis zu 10l auf den Quadratmeter angekündigt. Dann noch die ganze Nacht und Samstag bis 16 Uhr im Regen laufen. Da muss es doch Alternativen geben.

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Mit Regenjacke geht das schon. 😉

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