G1 Grüngürtelultra 2022

Wie kommt man dazu sich im Winter für einen 63km Lauf anzumelden. Nein, keine Bier(Kölsch)laune und auch keine Wette. Bei mir war es nach soviel wettkampfreier Zeit einfach mal wieder die Lust sich über das normale Training hinaus zu quälen.

So erging es es mir irgendwann im Oktober beim durchforschen des DUV Kalenders nach geeigneten Läufen bei uns in der Nähe das ich auf den 63km Lauf rund um Kölle gestoßen bin. Das Ich lange Zeit in Düsseldorf gewohnt habe hat mich jetzt auch nicht davon abgehalten an dem Lauf teilzunehmen. Start ist in Köln-Mühlheim und je nach Startnummer (gerade = linksrum, ungerade = rechtsrum) musste man um Köln laufen.

Ich hatte eine ungerade Nummer, die Ich früh morgens ab 7 Uhr in einem Vorraum einer Turnhalle abholen konnte. Wegen Corona alles ein wenig abgespeckt zog ich mich im Auto um, auf dem gefühlt letzten verfügbaren Parkplatz in der Gegend. Zurück im Starbereich konnte sich jeder nach seiner geplanten Zielzeit in Startbereich aufteilen. Das sollte den Start entzerren und funktioniert in meiner Startgruppe ganz gut. Gleich zu Beginn ging es über den Wiener Platz zum Rhein, dem wir nun einige Zeit folgen sollten.

Bis zum Rhein nach circa 23,5km durchquerten wir immer wieder kleine Parks und die Orte Köln-Mühlhein und Köln-Kalk. Auch aufgrund meiner doch sehr (wie ich finde), ambionierten Geschwindigkeit verflog damit die ersten zwei Stunden wie im Flug. Das Wetter lud aber bei 4-5° und bewälkten Himmel auch tatsächlich nicht zum verweilen ein. Lediglich das Warten vor roten Ampeln oder heranrauschenden Zügen stoppte meinen Ryhtmus. Für ein paar Fotos vom sehr vollen Rhein musste dann aber doch noch Zeit sein und so langsam freute ich mich auch auf den ersten und einzigsten Verpflegungspunkt der Strecke bei ca 32km. Genug zu Essen und zu trinken hatte ich mit aber etwas anderes als Schoko Proteinriegel und stilles Wasser, das ich zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr mag, sollte nochmal einen Schub geben. (Hoffentlich! Dachte ich mir.)

Zwischen dem Rhein und dem VP hat mich auch eine große Gruppe Läufer überholt und die ersten 3 schnellen Läufer mit geraden Startnummern kamen mir bei km 27 entgegen. Die drei hatten da bereits ca. 37km in den Beinen, in einem Tempo das viele und mich eingeschlossen als Intervalltrainingstempo bezeichnen würden. Immer mehr Läufer kamen mir entgegen und endlich kam der VP. Ich musste in Bewegung bleiben und wollte nicht auskühlen, daher reichte es für mich nur für zwei Cola und einem kleinen Snickers. 3 Stunden Laufzeit hatte ich bis hierhin und dauernd ging der Blick nach oben auf die erhoffte Sonne. Aber stattdessen gab es die nächsten 15km immer wieder kurze Schauer. Die brachten aber auch mir sehr gelegene Gehpausen für das an und ausziehen der Regenjacke. Die 15km waren aber auch mit der schönste Teil der Strecke. Vorbei am Deckstein- und Adenauerweiher ging es ums Müngersdorfer Stadion in den Norden Richtung Köln-Niehl.

Am nördlichsten Punkt der Strecke konnte man dann auch zum einzigsten Mal einen Blick auf das berühmteste Wahrzeichen von Köln erblicken. Die Spitzen den Kölner Doms ließen sich in der Ferne erahnen und der Zoom vom Handy brachte Gewissheit. Die vermutlich extra dafür aufgebauten Aussichsttürme mit 3 Etagen ersparte ich mir an diesem Tag. Knapp 18km vor Schluß ging es für mich nur noch ums ankommen. Krämpfe bahnten sich an und um die nicht zu schlimm werden zu lassen wechselte ich nun im Ryhtmus von 2km joggen und 500m gehen ab. Als ich den Rhein erreichte und die Strecke wieder gerader und gleichmäßiger wurde konnte ich auch wieder längere Abschnitte joggen und so kam ich doch noch enigermaßen vernünfitg vorwärts. So lag nur noch eine Fußgängerbrücke am Hafen und die Mülheimer Brücke über den Rhein vor meinem erfolgreichen Finish beim Grüngürtelultra rund um Köln.

Nach 6:41:25h erreichte Ich auf dem 45. Platz wieder die Sporthalle, holte das tolle personalisierte Finishergeschenk ab, gönnte mir noch eine Kaffeetasse und begab mich zur Finisherverpflegung. Ein schnelles alkoholfreies Radler vor Ort und ein Käse-Schinken Brötchen auf die Hand verschwand ich auch schon im Auto auf dem Weg nach Hause. Ein toller Lauf geht zu Ende, auch wenn mir zum Schluss ein wenig die Körner gefehlt habe komme ich nicht nur wegen dem Käse-Schinken nochmal wieder. Beim nächsten Mal scheint dann auch bestimmt die Sonne!
Danke und viele Grüße an das Orga Team. Toller Job in den schwierigen Zeiten!

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