MountainMan 2020 – Nesselwang

Noch einmal in diesem schwierigen Laufjahr das Gefühl eines Finishs in den Alpen erleben und nebenbei eine tolle Zeit haben! Unter dem Motto stand das Wochenende am Grüntensee im Allgäu. Es wurde auch nahezu alles erfüllt.

Zieleinlauf im Biathlon Zentrum von Nesselwang

Freitag – 6,82km 515hm 01:09:12h

Mit Thomas und Jochen ging es am Freitag morgen früh los Richtung Nesselwang ins verregnete Allgäu. Ich verzichtete also auf den Aufbau meines Zeltes und nahm das Angebot von Jochen und Thomas gerne an im Wohnmobil zu schlafen.

Trotz des leichten Regens machte ich mich am nachmittag noch alleine auf eine kleine Streckenerkundung. Thomas und Jochen legten dagegen eine Wanderung ein. Mein Weg führte mich vom Campingplatz Grüntensee hoch bis kurz unterhalb des Gipfels der Reuterwanne. Großteile des Weges werden wir auch am Samstag auf der XL Strecke laufen. Mir wurde auf jeden Fall klar, das es kalt und matschig werden wird. Die Schuhe sollten also ordentlich Grip haben.

Samstag – MountainMan XL – 39,29km 2540hm 06:14:37h

Kalt war es auch am Samstag morgen noch, aber trocken sollte es bleiben. Die Klamotten habe ich erst Samstag morgen geplant. Aufgrund der Streckenbesichtigung am Freitag entschied ich mich entgegen meiner ersten Überlegung keine Spikes mitzuschleppen und beließ es bei der Pflichtausrüstung. Mein Plan war eh mit Eigenverpflegung ohne Stopps an den Verpflegungsstationen auszukommen und lediglich Wasser aufzufüllen.

Zum Start im Biathlon-Zentrum von Nesselwang mussten wir noch knappe 800m von dem Parkplatz im Gewerbegebiet laufen. Ein sehr weitläufiges Gelände ließ auch den vorbildlichen Coronamaßnahmen genug Platz und so standen wir mit genug Abstand und Mundschutz in der Startlinie. Pünktlich um 8 Uhr ging es mit der Ankündigung los das am Anfang direkt 500-600m viel Matsch auf uns warteten. So liefen wir den matschigen steilen Weg hinauf um dann einen tollen Trail runterzulaufen der zu einem Highlight der Strecke führt. Der Wasserfallweg schlängelt sich über Stahltreppen einen Wasserfall entlang steil bergauf um den ersten Gipfel zu erklimmen.

Nach der „Alpspitz“ ging es trailig runter um direkt den nächsten Gipfel hochzurennen. Gut vom rennen kann man nicht nicht reden. Bei viel Matsch und Schnee musste man die ganze Zeit hochkonzentriert laufen um nicht zu stolpern oder zu rutschen. Bei mir kam ein kleines Handikap dazu. Bei meinen Leki Stöcken löste sich die Handschlaufe auf und ich hatte den Rest des Rennens keine optimale Kraftübertragung auf die Stöcke. Das fiel mir aber zum Glück leichter als zunächst gedacht.

Der Aufstieg zur „Reuterwanne“ begann mit einem tollen Abstieg und ein wenig Forststraße. Hoch zum Gipfel ging es dann steil und schneebedeckt bergauf. Bei leichten Minusgraden und schlechter Sicht konnte man den Gipfel eh nicht genießen. Also schnell runter um erneut hochzulaufen. Den anschließenden Weg runter zum Grüntensee über viele Wurzelwege durch Waldgebiete und ein paar rutschige Skipisten konnte man relativ gut laufen. Der flache Weg am See vorbei war zwar schön. Zum schnell laufen konnte ich mich da aber schon nicht mehr überreden. Ich war froh als es wieder rauf ging.

Leicht wellig ging es an Nesselwang und dem Sponsor, einer Brauerei, vorbei hoch zum letzten großen Anstieg. Dieses mal liefen wir den Parallelweg vom Wasserfallweg hoch und bogen kurz unterhalb der Alpspitz zum Ziel ab. Die letzten km vor dem Ziel folgten wir einer Forststraße und vermutlich alle Läufer verfluchten diesen Abschnitt. Ich auf jeden Fall. Aber wenigstens vergingen so die letzten km relativ schnell. Kurz vor dem Ziel wurde es nochmal matschig aber schon nach ein ca 200m konnte man sich auf das Finisherbier freuen.

Sonntag – 10,61km 715hm 01:47:11h

Weil wir uns mittlerweile an den Matsch gewöhnt hatten, haben wir uns gedacht am Sonntag zum Abschluss nochmal eine kleine Runde laufen zu gehen. Das einfachste und schönste blieb mit Startpunkt Campingplatz dabei der Weg hoch zur Reuterwanne. Oben angekommen wurde es doch arg kalt, das Thermometer zeigte 0° an. Also entschlossen wir uns den leicht vereisten Trail auf der anderen Seite des Berges runter zu rennen und so schnell wie möglich zum Wohnmobil zurückzulaufen. Dabei kamen wir noch kurz auf die „M- Strecke“ des Mountainman und überholten einige Läufer die da gerade unterwegs waren.

Mein Fazit fällt eindeutig aus. Die Gegend und die Strecke sind anspruchsvoll aber auf jeden Fall empfehlenswert. Der Matsch und die Kälte machten den Lauf an diesem Wochenende nicht einfach, doch gerade deswegen stellen wir uns doch diesen Herausforderungen am Berg. „MountainMan“ wir sehen uns bei besserem Wetter wieder!

Danke nicht nur an die ganzen Organisatoren, Bergwacht und Helfer beim Rennen sondern auch an Thomas und Jochen für die tolle Tour und den gelungenen Jahresabschluß in den Alpen. Bei der nächsten Tour geht das Bier auf mich. 😉

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