TAR 2018 – Etappe 6

Wer jemals gedacht hat den TAR zu laufen wird einfach oder man macht das mal eben wird spätestens an Etappe 6 eines Besseren belehrt.

Ein Sturz hätte hier fatale Folgen.

Mir erging es jedenfalls so. Nicht das die ersten Etappen oder das aufstehen morgens einfach ist. An diesem Tag war alles noch ein bischen schwerer. Der Appetit beim Frühstück sollte sich nicht einstellen und auch alles andere dauerte ein wenig länger.

Froh war ich dann auf denjenigen im Camp der das Licht in der Halle um zehn vor fünf angemacht hat. Endlich kann Leben in die Halle. Ich vermute es hätten sonst alle verpennt. Nach dem Frühstück gab ich meine große Tasche ab und begab mich in die Startbox.

Start im Passeiertal

Diesmal leider Block B. Das war aber nicht verwunderlich. Denn ziemlich viele Teams mussten mittlerweile Federn lassen und so mehrten sich die Individual Finisher. Da heute aber alle Blöcke sofort hintereinander starten sollten war das nicht weiter schlimm. Trotzdem wurde ich beim einchecken noch kurz aufgehalten. Mein Teampartner vom Vortag kam nicht mehr und so musste ich mir zunächst ein neues Team suchen ehe ich starten durfte. Mir viel dann aber die Startnummer von einem Team ein die immer mal wieder vor oder hinter mir waren. Schon war alles gut und ich durfte starten.

Wir verlassen das Passeiertal zunächst bei einem neutralisierten Start durch die Stadt. Die folgenden Trails bis V1 und V2 hatten es dann in sich. Steil bergauf ging es durch den Wald hinauf. Einmal eingereiht in die Schlange nach oben hatte man auf den Singletrails keine Chance zum erholen noch zum überholen.

Wegen einer Gewitterwarnung wurde der Start ja bereits schon in einer Stunde nach vorne geschoben. Die CutOffs an V1 und V2 wurden um 15min verringert. Das sollte vor allem die langsameren Läufer vor dem Wetter schützen. Nach V2 begann es dann leicht zu tröpfeln und es wurde kalt. Immerhin ging es nochmal hoch hinaus.

Ab ins Sarntal.

Der Kurs erinnerte jetzt mehr und mehr an ein Skyrace. Seilversichert ging es den letzten Abschnitt zum höchsten Punkt des Rennens. Ein tolles Panorama erwartete die Läufer am Gipfel. Immer angefeuert von den Puscheljungs. (Die beiden mir ihren rosa Puscheln stehen bei jeder Etappe am höchsten Punkt um Stimmung zu machen und die Leute zu motivieren.)

Bergrunter dauerte dann mindestens genauso lange wie rauf, denn ein Schritt hätte hier auch der Letzte sein können. Spitze Felsen auf der einen Seite und mindestens 100m steil runter ging es auf der anderen Seite. Also machte ich langsam, denn ich wollte das Finish nicht gefährden.

Leicht wellig ging es weiter bis V3 und von da ab nur noch bergrunter bis ins Ziel in Sarntheim. Lange Zeit konnte man die Stadt in Sarntal bereits sehen aber die vielen Wiesenwege machten ein hohes Tempo unmöglich.

Toller Ausblick. Oder?

So blieb die Uhr bei der Etappe für mich bei 06:30:22h stehen. Die vorletzte Etappe hatte ich also fast verletzungsfrei überstanden. Lediglich leichte Knieschmerzen im rechten Knie kamen dazu.

Im Ziel schlug ich mir wieder den Bauch bei der Zielverpflegung voll und ging dann ins Camp duschen. Wieder ein wenig Glück beim Standort der Taschen bescherte mir einen Platz am Rand.

Das Ziel in Sarntheim vor Augen.

Den Rest des Tages war nur noch ausruhen und massieren angesagt. Noch einmal schlafen und einmal in die Laufschuhe anziehen und das Ziel Alpenüberquerung ist geschafft. Es ist aber nicht wie bei der Tour de France und die letzte Etappe wird Sekt getrunken. Es geht nochmal über 36km 2200m bergauf bis ins Ziel nach Brixen.

Dann gibt es endlich Bier. 😉

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