Walser Ultra Trail 2018

Man war das ne Nummer! Sonne pur, eine wunderschöne Strecke und sehr sehr sehr anspruchsvolle Trails. Ich war noch nie so fertig nach einem Rennen.

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Zieleinlauf nach 13:28:37h, 65km und 4200hm

Zugegeben wollte ich die Walser Trail Challenge Pro auch als kleinen Test für den Transalpine Run in 4 Wochen sehen. Daher startete ich am Samstag beim Widderstein Trail mit 15,5km & 980hm. Am Sonntag um 6:00 Uhr ging es dann auf die 65km & 4200hm Strecke des Walser Ultra Trails. Ich denke das war ein guter Test um mal zu sehen was mich da so ungefähr erwartet.

Da aber Bilder mehr sagen als tausend Worte, habe ich viele Bilder gemacht und hier in zwei Diashows eingefügt. Ein paar Worte zum Lauf möchte ich dennoch verlieren. Dieses Event ist absolut empfehlenswert. Man sollte aber wissen was man tut. 65km im hochalpinen Gelände mit fast 4400 Höhenmetern sind nicht zu verachten. In der Challenge Pro Wertung hat man in  zwei Tagen 80km und fast 5200 Höhenmeter zu absolvieren.
Meinen Respekt an jeden der diese anspruchsvolle Strecke erfolgreich gefinisht hat!

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Im nachhinein würde ich behaupten das ich mich bis zu 4/5 der Strecke gut geschlagen hatte. Wie immer war ich auf dem Downhill schneller als bergauf. Trotzdem hatte ich das Gefühl, bergauf noch ein gutes Tempo zu haben und lange, steile Stücke konstant durchlaufen zu können.

Was dann aber zum Ende des Rennens passierte hätte vermutlich nur ein Arzt erklären können. (Wenn das ein Arzt liest, bitte einen Kommentar hinterlassen). Neben den allgemeinen Schmerzen eines Ultras, kurz auftretende Krämpfe, Magenprobleme, schmerzende Füße, verspürte ich bergauf einen großen Druck auf beiden Ohren und ich hörte schlecht. Als wenn man schnell große Höhen überwindet. Obwohl ich nicht schnell war. 😉
Zunächst machte ich mir keine großen Sorgen, da der Druck bergrunter verschwand. Nach einigen Kilometern war der Druck aber bei jeder Belastung sofort wieder da. Der letzte Anstieg wurde so zur Qual, denn jetzt kam auch noch eine Kurzatmigkeit dazu, die bis zu 3 Stunden nach dem Zieleinlauf andauernd sollte. Sowas hatte ich bis jetzt noch nie bei einem Lauf.

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Einen Kilometer vor dem Ziel musste ich mich sogar auf eine Bank setzen und konnte somit den Druck auf meinem Ohren verringern. 3min Pause reichten aber nicht, sofort nach dem Aufstehen ging es wieder los. Aber ich war ja fast im Ziel und meine Familie wartete auf mich. Für kurze Zeit waren alle Schmerzen vergessen als ich mit meinem Sohn zusammen die Ziellinie überqueren konnte und er die Medaille umgehangen bekam. Der Druck auf den Ohren und die Kurzatmigkeit hörten dann erst auf als ich mich ins Bett legen konnte und zur Ruhe kam. Schlafen konnte ich nach der extremen Belastung aber leider trotzdem nur 2-3 Stunden.

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Die beste Unterstützung der Welt.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, Helfer, Zuschauer, an alle Wanderer die unterwegs Platz gemacht haben, an meine Familie die mich so toll unterstützt hat und das möglich gemacht hat.

Das Kleinwalstertal ist wunderschön aber auf den Trails absolut unbarmherzig! Trail Challenge Pro wir sehen uns wieder!!!

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