Vechtdal Trail 2018

1+1=2 oder 50km+Verlaufen=56km. Aber es waren noch schöne 6km zusätzlich beim Vechtdaltrail 2018.

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Nach meinem DNF beim Zugspitz Ultratrail wollte ich noch schnell was Neues laufen um im Kopf wieder ein gutes Gefühl zu bekommen und Spaß am laufen zuhaben. Ich hätte nicht gedacht das diese Aufgabe so an mir zerrt. Am 30.06. fand also 2 Wochen nach meinen 81km beim ZUT der Vechtdaltrail 2018 in Holland statt. In den Tagen davor befand ich mich also zwischen Regeneration und Vorfreude auf einen neuen Wettkampf.

Es ging am Samstag früh in Richtung Ommen (Niederlande). Das liegt ca. 1:15h von Velen entfernt und soviel sei schon mal vorweg genommen. Es lohnt sich. Auf die Läufer warteten traumhafte Singletrails und schöne Landschaften. (Bei uns in der Gegend würde ich das mit dem Waldgebiet zwischen Velen und Borken vergleichen. Nur wesentlich größer) Ich entschied mich für den 50km Ultra, da ich mich ja noch in der Vorbereitung für den TAR befinde. Es hätten außerdem 20 und 35km gelaufen werden können.

9 Uhr pünktlich viel der Startschuß auf dem Sportplatz von Ommen. 75m später befand man sich direkt auf einem Singletrail und musste die ersten Bäume überspringen. Von Anfang an befand ich mich in der Spitzengruppe aus ca. 10 Läufern. Über Stock und Stein ging es über tolle Wege durch den Wald. Kurzfristig befand ich mich sogar in der Führungsposition, weil sich die Vorderleute alle kurzfristig verlaufen hatten. 😉 Am ersten Verpflegungspunkt waren wir also zu dritt und folgten nichtsahnend der Markierung. Nach einer Unterführung hörte plötzlich die Markierung auf. Als wir mit ca. 10 Personen rätselten wo es denn nun lang ging kam ein Offizieller auf dem Fahrrad angefahren und meinte wir sind falsch.

„Na toll“ Dachten wir alle und liefen eine Teerstraße zum ersten Versorgungspunkt zurück. Ich schaute auf die Uhr und wir hatten einen Umweg von 6km in Kauf nehmen müssen. Ich hielt an der Verpflegungsstation nicht mehr an und folgte den anderen auf dem richtigen Weg. Immer weiter ging es durch den Wald, der die Hitze noch halbwegs erträglich machte. Angesagt waren am Mittag bis zu 25 Grad. Ich vermute aber es waren mehr.

Zwischenzeitlich habe ich mir auf meiner Uhr nur noch den GPS Track der Strecke anzeigen lassen. Ich weiß ehrlich nicht wie die anderen ohne Track die Strecke gefunden haben. Mehrmals blieb ich stehen und rätselte wo ich nun lang musste. Dabei war die Strecke toll markiert. Leider habe ich nur zu spät das System dahinter verstanden. Überall hingen grüne Bändchen (grün im Wald? Ich würde fürs nächste mal lieber rot oder orange empfehlen. Ist wesentlich besser zu sehen.) Dabei markierten 2 Bändchen das abbiegen der Strecke und bei einem einzelnen Bändchen sollte man dem Weg folgen. Die Erkenntnis hatte ich aber erst bei km 30 erlangt. Vielleicht stand das ja irgendwo auf der Internetseite. Da aber leider mein holländisch etwas eingerostet ist, habe ich das wohl überlesen.

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Das finden des Weges war aber mittlerweile eh zur Nebensache geworden. Ich war froh das ich einen Fuß vor den anderen setzen konnte. Die wechselnden Untergründe, Sand, Wurzeln, Auf und Ab, dazu die brütende Hitze forderten Ihren Tribut. So hatte ich Krämpfe an stellen wo ich nicht wusste das ich da Muskeln hatte. Z.B. zeigten teilweise meine Füße nicht mehr nach vorne sondern zur Seite??? Die kleinen Hügel konnte ich eh nur noch gehen.

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Zum Glück hatte ich die Hügellandschaft irgendwann hinter mich gebracht und die letzten 12km zum Ziel waren nur noch flach. Mittlerweile überholte ich auch viele des 35km Laufes und noch ein paar der 50km Läufer. Keinem der Läufer war noch nach rennen zu Mute. Ich war zu der Zeit froh das ich noch ein leichtes Trabtempo aufnehmen konnte. Nach 5:28h und 56km empfang mich der Racedirektor Bertus im Ziel. Das gehört bei seinen Läufen zum guten Stil und ich finde das eine tolle Geste. Außerdem besorgte er mir noch meine Medaille, die ich wegen meiner späten Anmeldung leider nicht vorbestellen konnte. Vielen Dank dafür! (@Bertus, falls du das hier liest).

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Jetzt habe ich wieder viel geschrieben, aber auf einem Ultramarathon passieren einfach eine Menge Sachen. Hier dann das Fazit für die mit wenig Zeit. 😉
+ tolle Single Trails
+ gute Orga beim Start und den Verpflegungspunkten
+ super Stimmung unter den Läufern und Helfern
– leider könnte die Ausschilderung der Wege ein wenig besser sein. Ich habe auf der Strecke oft in ratlose Gesichter blicken müssen

Gerade wegen der Landschaft, gehört aber diese Trail auf jeden Fall in den Rennkalender eines jeden Trailläufers aus der Umgebung!

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Nebenbei habe ich die Laufhose und Laufsocken von CEP für den Transalpine Run getestet. Diese werden uns freundlicherweise von Sport 2000 aus Borken gesponsert. Den Test haben die Sachen auf jeden Fall bestanden und wir können so gut beim TAR starten.

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