44. Königsforst Marathon 2018

Wer schneller läuft, ist eher im Ziel!!! Dieses leicht abgewandelte Zitat passte perfekt auf den Königsforst Marathon 2o18. Kurz gesagt, es war kalt, ungemütlich und deshalb wollte jeder so schnell wie möglich im Ziel sein. So erging es mir auch.

Koenigsforst_3

Der Start und Zielbereich.

Da der Bad Salzuflen Marathon Ende Februar wetterbedingt abgesagt wurde, musste ich mich nach einer Alternative umsehen. Dabei ging es um Höhenmeter, nicht zu weit zu fahren, mindestens ein Marathon und nicht zu nah an dem Innsbruck Alpine Festival. Also habe ich die bekannten Internetseiten durchforscht und bin auf einen der ältesten Landschaftsläufe Deutschlands gestoßen.

In der Nähe von Köln, genauer gesagt, Bensberg fand am 18.03.2018 der 44. Königsforst Marathon statt. Aus dem Münsterland fährt man knapp eine Stunde nach Bensberg, Ich habe ein wenig länger gebraucht, da ich die falsche Straße ins Navi einprogrammiert habe. Somit war ich froh als ich noch einen Parkplatz gefunden habe und der Startbereich davon nicht allzu weit weg war. Die Zeit wurde knapp, also schnell zum Startnummer abholen. Leider stand ich da das erste mal in einer Schlange. Dennoch konnte ich aufgrund meiner Voranmeldung meine Startnummer #99 zügig abholen.

Koenigsforst_2

Das Wetter war bescheiden. Bewölkt, kalt und teilweise leichter Schneefall.

Ab in die Umkleide und warm anziehen. Es geht zwar hauptsächlich durch den Wald, weswegen die kalten Polarwinde an diesem Sonntag uns nicht viel beschäftigen sollten, aber dennoch war es nur knapp über 0 Grad. Beim Tasche abgeben stand ich wieder mal in der Schlange. Die Taschenabgabe der Marathonis war zwar getrennt von den Halbmarathonis, aber zusammen mit dem 5 & 10km Läufern. Da diese bereits um 09:30 gestartet sind, standen viele in der Schlange um ihre Tasche abzuholen. Hier würde ich mir ein wenig mehr Planung wünschen. Irgendwann wurden wir dann nach vorne gerufen und ich stand noch rechtzeitig an der Startlinie. Ich hatte aber nun keine Zeit mehr mich warm zumachen. Da ich aber eh nur einen Trainingsmarathon absolvieren wollte, war das nicht so wichtig.

Mit leichter Verspätung (5min) ging es dann endlich los. Den ersten Kilometer ging es durch das Wohngebiet in den Königsforst, der dann in zwei Runden zu durchqueren war. Da ich mich beim Start im ersten Drittel einsortiert hatte, war das Tempo von Anfang an relativ hoch. Ich fühlte mich aber jederzeit gut und hätte auch immer noch zulegen können. Ohne die Strecke zu kennen, hielt ich mich aber zurück. Außerdem sind wir ja auch mit den Halbmarathonis gestartet, und die legten ein richtig flottes Tempo vor.

Die Strecke führte uns nach dem Wohngebiet ca. 3km auf einem asphaltierten Bürgersteig an einer Straße vorbei, ehe wir in den Wald einbogen. Die nächsten Kilometer ging es wellig durch den Königsforst. Jederzeit waren die Anstiege aber zu laufen und man musste das Tempo nicht verlangsamen. Durch den plötzlichen Wintereinbruch war der gesamte Königsforst mit einer leichten Schneedecke bedeckt und viele Stellen auf der Strecke waren noch vereist.

Nach 21km konnte man sich dann als Marathonläufer entscheiden ob man nach dem Halbmarathon abbricht und in die Wertung einläuft, oder in die zweite Runde abbiegt. Die Frage stellte sich für mich nicht! Es ging weiter.
Nach dem Wendepunkt kam dann auch endlich mal ein Verpflegungspunkt mit etwas zu essen. Die anderen 4 Verpflegungspunkte auf der Strecke boten lediglich Wasser und Iso. Ich schnappte mir also 2 Riegel, die durch die Kälte relativ zäh zu essen waren.

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Startnummer 99 und Platz Nr 9!

Die zweite Runde führte nochmal über dieselben Wege, war aber durch die fehlenden Halbmarthonis lange nicht so voll. Also versuchte Ich mit meinen Vorderleuten Schritt zu halten. Das gelang auch relativ gut. Ich wurde nur einmal überholt, konnte aber auch noch einen überholen. Durch die fehlende Verpflegung unterwegs, hielten mich meine Powershots die letzten Kilometer über Wasser. Zum Glück gab es an einigen Verpflegungspunkten auch noch warme Getränke und Cola um die leeren Energiereserven wieder aufzufüllen.

Noch einmal unter der Autobahnbrücke durch und knapp 1km zum Ziel, das sollte doch noch zu schaffen sein, fühlte ich mich bis dahin wirklich gut. Keine Krämpfe oder Probleme. Die letzte Steigung und der Versuch eines Spurts um den Vordermann noch zu überholen, endeten aber in leichten Krämpfen in den Beinen. Also habe ich das Tempo wieder rausgenommen und war froh als ich über die Ziellinie lief. Überrascht war ich als der Kommentator mich also 9. Läufer von 183. Startern ankündigte. Hammer! Ich schaute auf meine Uhr und war sprachlos. 03:10:44h. Nur knapp 2 min über meiner persönlichen Bestzeit und das bei über 350 Höhenmetern.

Innsbruck Alpine Festival (85km rund um Innsbruck) kann also kommen!

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