Rothaarsteig Marathon 2017 – 2. Platz AK

Das Höhenprofil des Rothaarsteig Marathon kannte ich ja mittlerweile fast auswendig. Ist es doch mein 5ter Start in Fleckenberg gewesen. Zum ersten mal 2013 den Halbmarathon und am 21.10.2017 stellte ich mich zum 4ten Mal dem Marathon mit 838 Höhenmetern. Das ist kein Kinderspiel. Glaubt mir!

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Vollgas beim Start des Marathon.

Da mein Bruder sonst immer ein treuer Begleiter zum Rothaarsteig war, dieses mal aber im Urlaub war, fand sich mit Andi ein mutiger um sich ebenfalls der Herausforderung im Sauerland zu stellen. Er ist zwar schonmal Halbmarathon gelaufen, aber noch nie mit so vielen Höhenmetern. Da habe ich mir aber keine Sorgen gemacht.
Für uns beide ging es dann um 8 Uhr morgens auf die Autobahn. Zwei Stunden Fahrt konnten wir schon unsere Startnummer abholen. Da Andi zum ersten Mal da war erklärte ich ihm kurz die Örtlichkeiten und dann ging es schon für mich zum umziehen und warmmachen.

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Andi (l.) und ich (r.) mit unseren Startnummern.

Nach 10min einlaufen stellte ich mich in der 3-4 Reihe der Marathonis auf um die ersten Kilometer direkt entspannt angehen zu können. Auf zu großen Trubel hatte ich am Anfang keine Lust. Auch wenn ich mir dann wieder bewusst war das die ersten Kilometer bis zum Anstieg wieder zu schnell werden würden. Nach knapp 3,3km und 14min Laufzeit kam die erste längere Steigung zur Wolfskuhle. Danach blieben nur 50m Downhill zur Erholung ehe es zum Heidkopf auf 659m Höhe ging. Auf den ersten 10km hatten wir so schon über 300 Höhenmeter in den Beinen. Der Start liegt nämlich auf 360m.

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Höhenprofil mit Geschwindigkeit (oben) und die Strecke (unten)

Der pünktlich zum Start einsetzende Regen hielt weiter an und so wurde die Strecke immer matschiger. Der aufkommende Nebel störte leider ein wenig den Blick auf die tolle Landscahft im Sauerland. Durchnässt von Kopf bis Fuß empfand ich die Temperaturen aber zum Laufen noch recht angenehm. Es dürften so zwischen 11-13° gewesen sein. Die nächsten 20 Kilometer ging es auf und ab. Vorbei am Tretbecken , „Trudes Sonnenbank“, Millionenbank und einer Hängebrücke (leider läuft man da nicht drüber) ging es zum höchsten Punkt (757m) des Rennens. Nach der „Kamm Talvariante“ geht es fast nur noch bergab.

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Über die Hälfte geschafft. 🙂

Bis hierhin lief alles perfekt. Ich hielt mich unter den Top 20 auf und lag voll im Zeitplan wieder unter 3:30h zu finishen. Wie letztes Jahr bekam ich allerdings dann bei km 27-28 die ersten Anzeichen von Krämpfen. Diesmal war ich aber vorbereitet und nahm beim Verpflegungspunkt „Skihütte Schanze“ meine Salz- und eine Magensiumtablette. Die Wirkung setzte dann relativ schnell nach 1-2 Kilometern ein und es konnte mit leicht angezogener Handbremse weiter gehen.

Immer vorsichtig ging es runter zur Stadt Latrop. Der einsetzende Herbst bedeckte teilweise die kompletten Gehwege mit Laub und so hoffte ich nicht bei dem bergab Tempo zu stürzen. Weiß man doch nie was sich so unter dem Laub verbirgt. In Latrop wurde es dann ruckartig wieder voll. Die Halbmarathonis kamen auf die Strecke. Einerseits musste man nun Slalom um die doch langsameren anderen Läufer laufen, war aber auch froh das es nun nur noch 7km leicht bergab bis zum Ziel sind.

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Herbstliche Landschaft im Sauerland

Auf dem letzten Teilstück wurde ich dann aber leider noch von zwei Marathonis überholt. Das tat meiner guten Stimmung aber keinen Abbruch mehr. Wenn ich nicht mehr einen kompletten Einbruch erleiden sollte würde ich meine bisherige Bestzeit (03:27:39h) unterbieten. Entlang des Flusses Latrop ging es immer weiter Richtung Sportplatz und dem Ziel des Rothaarsteig Marathons.

Knapp ein Kilometer vor dem Ziel hörte man dann schon die Samba Trommeln und dann tauchte der Sportplatz auf. Nun nur noch eine kleine Schleife und schon ging es auf die Zielgerade. Dort traute ich meinen Augen kaum als ich auf die Uhr blickte. 03:20:28h bedeutete eine Verbesserung meiner bisherigen Bestmarke am Rothaarsteig um 7 Minuten! Wahnsinn!

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Zieleinlauf von Stephan

Andi wartete schon im Ziel auf mich. Auch er erwischte einen Sahnetag und kam beim Halbmarathon nach 01:54:19h ins Ziel. (Schneller als ich bei meinem ersten Lauf am Rothaarsteig). Da ich in meiner Altersklasse nach zwei 3ten Plätzen sensationell 2. geworden bin und wegen des langen Heimwegs nicht auf die Siegerehrung warten wollten, holte ich mir meine Medaille bei den netten Organisatoren ab und wenig später waren wir schon wieder auf dem Rückweg ins Münsterland.

Das ich mittlerweile zum 5ten Mal im Sauerland war bedeutet schon einiges. Tolle Strecke, super Organisation machen den Falke Rothaarsteig Marathon immer zu einem Highlight im Rennkalender.
Danke auch an die Helfer. Wir sehen uns 2018!

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