Bödefelder Hollenlauf 75km – Lang, heiß und schön!

Am Samstag 27.05. stand ich zum ersten mal beim 75km Hollenlauf in Bödefeld am Start. Ich hatte den Lauf schon öfters auf dem Zettel gehabt und bin froh das es jetzt mal geklappt hat. Auch wenn ich eigentlich eher mangels Trainingszeit an diesem Wettkampf teilgenommen habe.

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Läufer und Wanderer zusammen kurz vor dem Start um 6:00 Uhr

Die Woche sollte nämlich laut Trainingsplan eine hohe Umfangwoche sein. Zurzeit hätte ich diese knapp 18h Training aber nicht hinbekommen. Also forschte ich ein wenig im Internet und 3 Wochen vor dem eigentlichen Wettkampf ist so ein Trainingswettkampf durchaus machbar.

Da der Start um 6 Uhr morgens war entschloss ich mich bereits am Freitag anzureisen und in der Turnhalle von Bödefeld zu übernachten. Als ich gegen 19 Uhr in Bödefeld eintraf kam ich rechtzeitig um mir den Start der 100km Wanderer anzuschauen. Danach holte ich meine Startnummer ab und löste mein Pastaticket ein. Gut das ich zuhause schon ein wenig gegessen hatte, denn die Pastaportion viel leider ein wenig klein aus.

Ich bezog dann meinen Schlafplatz in der Turnhalle, wo ich zum Glück noch eine Stelle an der Wand fand um mein Lager auszuschlagen. Am Ende des abends waren dann auch die letzten Plätze in der Turnhalle belegt. Mit Ohrenstöpseln und Schlafmaske versuchte ich dann ein wenig Schlaf zu bekommen. Ein hartnäckiger Schnarchanfall meines Nachbarn unterbrach meinen Schlaf dann kurz vor 2 Uhr. Bis zum aufstehen um 4:30 Uhr schlief ich aber nochmal ein. Nach dem zusammenpacken begab ich mich direkt zum Frühstücksraum. Das Frühstück war für alle Läufer frei zugänglich und war im Preis mit drin. Gut gestärkt bereitete ich mich auf den Start um 6 Uhr vor.

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Während der Einführungsrunde in Bödefeld.

Zum Start um 6 Uhr morgens fanden sich knapp über 200 Läufer und Wanderer im Startbereich ein. Nach einer kurzen Einführungsrunde durch Bödefeld ging es dann die erste knackige Steigung hinauf. Ich hielt mich von Anfang an in der Führungsgruppe auf. Da bei einem 75km oder 111km Lauf das Tempo von Anfang an eigentlich nicht so hoch ist war das zunächst kein Problem. Dennoch setzen sich dann die ersten beiden 111km Läufer vom Feld ab. Wir liefen dann in einer netten Runde unser eigenes Tempo weiter. Es ging immer auf und ab. Der Singletrailanteil der Strecke hielt sich dabei leider in Grenzen und so ging  es hauptsächlich über Forstwege und ein paar Teerstraßen weiter.

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Früh morgens im Hinterland von Bödefeld.

Nach einer kurzen Runde um den Hausberg von Bödefeld ging es Richtung Kahlen Asten. Alle 8-10 km gab es Verpflegungsstationen an der Strecke und man konnte die verlorenen Kalorien wieder auffüllen. Das war bei dem Wetter auch durchaus notwendig. Sind wir noch bei angenehmen Temperaturen losgelaufen wurde es mit jeder Stunde wärmer und die Sonne knallte unaufhaltsam. Da war man immer froh wenn es durch einen der vielen Wälder ging.

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Steil hoch ging es zum Kreuzberg.

Nach mittlerweile 30km kamen uns dann auch die ersten 100km Wanderer wieder entgegen. Die sind die ganze Nacht durchgelaufen und hatte alle noch die Energie und Läufer anzufeuern. Vielen Dank an dieser Stelle mal dafür! Respekt für eure Leistung.

Die Strecke führte uns nun am Kahlen Asten vorbei auf den Rothaarsteig. Das einzigste üble Stück, ca. 3-4km Downhill auf einer Teerstraße, mussten wir zum Glück nur einmal laufen. Den Rest ging es auf dem Hin und Rückweg auf einer einzigen Strecke entlang. Umdrehen musste man dann jeweils an den Wendepunkten für Marathon, 75km und 111km.

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Das Bild trügt nicht. Es war heiß. 😉

Bis zum Wendepunkt fühlte ich mich noch ganz fit und hatte ein gutes Tempo drauf. Zwischenzeitlich lag ich auch lange auf Platz 2. Mit zunehmender Hitze und Streckenlänge habe ich aber das Tempo arg rausgenommen. Ich merkte nämlich das sich die ersten Krämpfe anbahnten und schließlich wollte ich in 3 Wochen beim Zugspitz Ultratrail starten. Dann kann ich die nächsten Wochen keine kaputten Muskeln gebrauchen.

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Die 4km zogen sich nochmal richtig in die Länge.

Die Krämpfe wurden dann leider doch immer schlimmer und verhinderten ein weiteres joggen. So nahm ich mir immer mehr Gehpausen und wurde folgerichtig noch ein paar mal überholt. Als Ziel hatte ich mir ja selber das reine Ankommen gesetzt und das dann am Ende sogar der 5te Platz und unter 8h bei raussprang war wirklich super. Bin ich doch die letzten 20km fast nur schnell gewandert.

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Der Zielbereich in Bödefeld. Alle waren glücklich im Ziel zu sein.

Im Ziel angekommen stellte ich mich in die Schlange für das abholen der begehrten Medaille. Danach hielt ich mich leider nicht mehr lange in Bödefeld auf. Tasche abholen, duschen und ab nach Hause. Immerhin musste ich noch knapp 2h nach Hause fahren. Dadurch verpasste ich dann die Hollenparty im Anschluß an die Veranstaltung. Vielleicht klappt das ja mal irgendwann.
Ich war aber froh als ich nach den 07:57:53h und 75,7km mit 1757 positiven Höhenmetern wieder heile in Velen angekommen war.

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Trotz der Anstrengung hatte ich das Lächeln noch nicht verloren.

Wer sich mal ein paar schöne Tage im Sauerland machen will, dem sei diese Veranstaltung nur empfohlen. Perfekt ausgeschilderte Strecke und tolle Verpflegung. An sich ist die auch gut laufbar, wenn man keine Krämpfe hat. 😉

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