Laufen für die die es nicht mehr können! 

Lange haben wir uns gefreut auf den 07. Mai 2017. Denn es ging wieder nach Breda (NL) zum Wings for Life World Run.

WfLWR17_1

Stephan und Frank (v.l.) vorm Start des Wings for Life World Run in Breda.

Für alle denen das jetzt nichts sagt, hier ein kleines Erklärungsvideo.

Dieses Mal sollte das Wetter auch mitspielen. Im letzten Jahr war es sehr heiß. Jetzt mussten wir uns überlegen wie viele Schichten wir anziehen. Entschieden habe ich mic für lediglich zwei. Außerdem nahm ich noch ein Halstuch und Stirnband mit.

Aber fangen wir mal am Anfang an. Dieses weltweit organisierte Rennen wurde wieder top vorbereitet. Die Startnummern sind schnell abgeholt und dann konnte man sich auf der Event Area umschauen. Leider haben wir von dem holländischen Moderator nicht viel verstanden. 😉 Uns blieb also noch genug Zeit zum warm machen und im Startblock mit den anderen 3600 Läufern und Läuferinnen zu feiern.

WfLWR17_2

3600 Läufer im Rücken. Ich stand im Startblock A1

Pünktlich um 13 Uhr MEZ startete dann weltweit das Rennen. Von jetzt an hieß es so spät wie möglich von dem Catcher Car eingeholt zu werden.

WfLWR17_3

und los geht’s.  Jetzt gilt es solange zu laufen bis das Auto einen einholt.

Bei der Anmeldung musste man eine Zeit angeben nach der man in die Startblöcke eingeteilt wurde. Ich war also in dem zweiten A1. Frank und Tina in A2. Ich hatte ja eigentlich vor davon einen Trainingslauf zu machen. Toll wäre es trotzdem die Kilometer (33,62) vom letzten Jahr zu toppen. Also lief ich nicht zu schnell los und suchte mir von Anfang an gleichschnelle Gruppen in denen ich mit lief. Die wechselten dann alle paar Kilometer mal.

Die Strecke war ein 25km Rundkurs. Das ist für die Organisatoren und Läufer eine gute Sache. So ist man nachdem man vom Catcher Car eingeholt wurde schneller zurück am Ziel. Durch Wohngebiete und viele schöne Stadtteile von Breda ging es aufs Land. Die flache Strecke führte einen über teilweise endlose Baumalleen durch kleine Orte wieder nach Breda zurück.

Alle 5km gab es eine Verpflegungsstation mit Wasser, Cola, Bananen und wer hätte es anders erwartet, Red Bull vom Hauptsponsor. Mein Ernährungsplan sah vor direkt von Anfang an nur Wasser zu trinken und Bananen zu essen. Damit wollte ich das Rennen durchhalten und mal schauen wie weit ich komme.

WfLWR17_4

Stimmung garantiert. An dieser Station mit DJ im Auto!

Den Halbmarathon passierte ich nach ca 1:30h und von da waren es nur noch 4 km zu Zielbereich. Auch wenn die Versuchung groß war einfach auf das Auto zu warten lief ich doch weiter. Das Wetter war einfach zu kalt um da lange am Rand zu sitzen. Außerdem wollte ich ja auch die Strecke vom letzten Jahr schaffen.

Das schnelle Anfangstempo konnte ich nach km 30 natürlich nicht mehr halten. Ich wurde dann gefühlt alle 3km langsamer. Auch die Läufer am Straßenrand mit Krämpfen wurden mehr. Ich hatte zum Glück noch keine Beschwerden. Auch mein linker Fuß meldete sich nicht. Nur eine kleine Blase wegen den neuen Einlagen spürte ich.

Als es dann auf der Strecke voll wurde konnte das Auto nicht mehr weit sein. Viele Motorräder rollten an mir vorbei und ein Wagen mit der Live Kamera überholte mich. Dann endlich hörte ich das Catcher Car kommen. Erst nur ein leises Hupen was dann doch schnell näher kam. Einen Schlussspurt habe ich mir verkniffen. Lag die Geschwindigkeit bei mir nur noch bei 10,5 kmh. So schnell wie das Auto kam so schnell war es auch wieder weg. Zu meinen Glück überholte mich das direkt 200m vor einer Verpflegungsstelle und ich konnte mich stärken.

WfLWR17_5

Das Catcher Car holt mich ein. Der Kollege hinter mir hat noch einen Schlußspurt hingelegt.

Am Ende holte mich das auto bei 39,52km (laut meiner GPS Uhr) ein. Zu dem Zeitpunkt war ich 02:59:28h unterwegs. Ziemlich fertig musste ich mich erstmal kurz ausruhen ehe ich zum auslaufen überging. Schließlich war es immer noch kalt um einfach nur stehen zubleiben und auf den Bus zu warten. Also ging es langsam im Joggingtempo weiter bis der Bus kam. Die ersten beiden Busse fuhren dann leider an mir vorbei weil die schon voll waren. Nach ein paar Gesprächen mit Mitstreitern ging die Zeit noch schnell vorbei und da wir 15km vorm Ziel waren, fuhren wir auch mit dem Bus nicht allzu lange.

WfLWR17_6

Stolz und glücklich im Ziel

Aus dem Bus raus gab es direkt die Medaille und dann machten wir uns schon auf den langen Rückweg zurück nach Velen.

Die offiziellen Ergebnisse sahen dann wie folgt aus:
Stephan 39.36km – Rang (weltweit) 1012 – Rang (Breda) 54
Frank 25.22km – Rang (weltweit) 9458 – Rang (Breda) 565
Christina 19.34km – Rang (weltweit) 22151- Rang (Breda) 1166
Das alles von weltweit über 100918 Läufer/innen und Rollstuhlfahrer!!!

Vielen Dank an alles Sponsoren dieses tollen Events. Wir hoffen das irgendwann die Heilung für die Querschnittslähmung gefunden wird!

Wer den ganzen Lauf auf Servus.tv verpasst hat, kann sich den hier nochmal anschauen:

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s