9 Tage, 9 Halbmarathon in Serie

Aufgeschnappt habe ich diese Idee im Trail Magazin. Der Reporter wollte aber damals jeden Tag heimlich einen Marathon laufen. Hat es dann aber aus zeitlichen Gründen nicht ganz geschafft.
Ich habe mich deshalb erstmal nur an die kleine Variante gewagt. Am Ende sind es dann über 9 Tage verteilt 190km geworden. Da ich Urlaub hatte, waren es natürlich nicht dieselben Vorausstzungen wie bei dem Reporter. Denn er hat nebenbei gearbeitet und wollte ja jeweils einen Marathon laufen. Aber die Voraussetzungen des Winters hatte er nicht. 😉

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Tag 9 in den verschneiten Rekener Bergen rund um den Melchenberg.

Tag 1 – Samstag – 14,90km 01:52:00h – Laufband 8kmh, 0% Steigung
Schlechtes Wetter und aufs Kind aufpassen zwangen mich in den eigenen vier Wänden zu trainieren. Das war aber auch nicht so schlimm, so konnte ich mein Laufband intensiver austesten. Seit dem Kauf hatte ich einige Probleme damit, aber jetzt läuft es rund und durch das integrierte Entertainmentsystem vergeht die Zeit wie im Flug. So konnte ich mir einen mir bisher unbekannten Western mit Terence Hill anschauen. Eigentlich war das km technisch ja kein Halbmarathon. Aber da man das laufen auf dem Laufband nicht mit draussen vergleichen kann, die Zeit aber durchaus realistisch ist, zählt der für mich trotzdem. Knapp unter 2h auf dem Laufband ist auch ganz schon anstrengend!

Tag 2 – Sonntag – 22,21km 01:55:56h – 130m Aufstieg
An dem Sonntag ging es dann endlich vor die Tür. Wegen Samstag Abend wurde es dann nur ein lockerer Lauf von Velen durch Groß Reken und zurück. Immerhin aber mit ein paar Höhenmetern am Melchenberg. Bei ca 3 Grad war es angenehm zu laufen, auch wenn es am Ende kalt wurde. Das sollte mich aber die nächsten Läufe immer begleiten und macht den Reiz dieses Projektes aus.

Tag 3 – Montag – 21,30km 01:56:23h – 115m Aufstieg
Am dritten Tag schon schwere Beine. Na das kann ja was geben, aber da muss ich jetzt durch. Wenigstens startete ich gegen 14:30 mit einem Regenbogen auf meine Runde. Aus Velen raus ging es Richtung Heiden und einen kurzen Abstecher durch den Tannenbülten und 2-3 Schlenker durch Velen wieder nach Hause. Leichter Nieselregen am Ende und wieder 3 Grad Außentemperatur machten das Vorhaben wieder nicht einfach aber ich biss mich durch. Etwas langsamer als am Vortag, da die die schnellen Einheiten in den nächsten Tagen noch folgen sollten.

Tag 4 – Dienstag – 22,30km 01:54:56h – Intervalltraining – 80m Aufstieg
Da ich ja meinen Marathon Trainingsplan weiterverfolgen wollte, stand heute Intervalltraining auf dem Plan. 3 km einlaufen, 5x 1000m in 10km Renntempo, 3km auslaufen. Da ich ja irgendwie an die Halbmarathondistanz kommen musste, lief ich mich einfach 7km ein und aus. Dass passte ganz gut. Die Intervalle waren natürlich umso heftiger und ich habe nicht alle im 10km Renntempo laufen können. Das liegt bei mir nämlich bei knapp über 15 kmh. Die Auswertung meiner Laufuhr zeigte aber später das ich die Geschwindigkeit bei den Intervallen durchaus halten konnte. Alles in allen war es eine gute Einheit bei trockenem aber kaltem Wetter. Die Strecke führte mich diesmal von Velen durch Ramsdorf und Nordvelen wieder zurück. Als Belohnung waren wir in einem Steakhaus essen. Belohnung muss sein.

Tag 5 – Mittwoch – 22,2km 02:04:54h – 65m Aufstieg
6:00 Uhr morgens, Velen, Stirnlampe auf und los geht’s zum Halbmarathon Nummer 5. Ich merke die Intervalleinheit vom Vortag und mache die ganze Zeit langsam. Knapp über 10kmh sollten es am Ende sein. Über Ramsdorf, Nordvelen ging es durch die Bauernschaften wieder zurück nach Velen. Am Ende gab es dann noch einen extra Kilometer, da ich im Dunkeln eine Abzweigung verpasst hatte. Jetzt gilt es sich schnell wieder zu erholen um die nächsten Halbmarathon auch noch zu schaffen. Das Wetter soll nämlich die kommenden Tage nicht besser werden.

Tag 6 – Donnerstag – 23,2km 02:02:59h, – 145m Aufstieg
Es läuft gut. Die Beine spielen auch beim 6ten Halbmarathon in Serie mit. Nur leider das Wetter nicht. Pünktlich zum laufen um kurz nach 17 Uhr fing es an zu nieseln und hörte bis zum Schluss nicht mehr auf. Dafür waren die Temperaturen stabil und so war es noch sehr angenehm zu laufen. Obwohl ich nach ca. 1:30h schon recht durchgefroren war. Gelaufen wurde eine Runde um Velen mit dem Lauftreff vom TuS Velen. Ich bin dabei über Hochmoor zum Treffpunkt am Sportplatz gelaufen um auf die Gesamtkilometer zu kommen. Für den 6ten Tag bin ich mehr als zufrieden da ich relativ schnell unterwegs war.
Kleine Anmerkung noch: Ich habe mir im Training schon lange keine Blase mehr gelaufen. Aber heute war es wieder soweit.

Tag 7 – Freitag – 21,39km 01:47:07h – 75m Aufstieg
Das bisschen Schnee was bei uns gefallen ist, war zum Glück gegen Mittag weggetaut. Also nutzte ich den Mittagsschlaf des Kleinen um über Gescher und Hochmoor wieder nach Velen zu laufen. Gelegentlich machten es mir ein paar Böen doch recht schwer mein Tempo zu halten. Das war übrigens erstaunlich schnell heute. Ich Schnitt lag ich bei 12kmh und das würde eine Marathon Zeit von  immerhin etwas über 3:30 Stunden betragen. Also nicht ganz so schlecht nach bereits 6 Halbmarathon in Folge. Die nächsten werden aber nochmal anstrengend, den ich will in den Rekener Bergen laufen gehen, wo wieder wichtige Höhenmeter auf mich warten.

Tag 8 – Samstag – 21,38km 02:50:00h – 195m Aufstieg & 1631m Aufstieg Laufband
Wegen Zeitmangel musste ich den Halbmarathon in 2 Teile aufteilen. Zuerst war ich morgens für 10,3km in den Rekener Bergen unterwegs. Ich musste mal wieder ein wenig auf den Trail.
Nachmittags habe ich dann die letzten 11km auf dem Laufband bei 7kmh und 15% Steigung nachgeholt. Laut einem Internetrechner kamen da auf den 11km immerhin 1631 Höhenmeter zusammen. So fühlten sich meine Beine danach auch an. Die Waden und Oberschenkel kribbelten ganz schön. Wie ich finde, ein gutes Zeichen für den Trainingseffekt und das es dann wohl wirklich 1600 Höhenmeter waren. Kann man aber definitiv schlecht mit echten Höhenmetern vergleichen.

Tag 9 – Sonntag – 21,4km 02:29:27h – 465m Aufstieg
Strahlender Sonnenschein und eine leichte Schneedecke. Wer kann da schon Nein sagen und nicht laufen. Die Temperaturen waren auch noch erträglich. Einfach ne Schicht mehr anziehen und dann geht das schon. Zum Abschluss dieser Serie an Halbmarathons machten meine Beine und das Wetter kein schnelleres Tempo möglich. So kam ich aber auf der großen Runde durch die Rekener Berge dazu an einer Steigung die Steigeisen für den Pitztal Glacier Trail 100km zu testen. Fazit war, das ich das anziehen noch ein paar mal probieren muss, gerade mit kalten Händen. Ansonsten sitzen die super am Schuh und man merkt die nicht. Wie es dann auf dem Gletscher aussieht weis ich aber noch nicht.
Ziemlich durchgefroren war dann nach gut 2,5 Stunden der Tag im Wald zu Ende und damit auch vorerst mein Projekt Halbmarathon in Serie!

Das wird mit Sicherheit nicht meine letzte große Umfangwoche gewesen sein in den nächsten Monaten. Warten doch die schweren langen Ultra Trails in den Alpen auf mich. Als Vorbereitung waren die letzten Tage aber schon mal ein gutes Training. 9 Tage und jeweils mindestens ein Halbmarathon. Da kommt man am Ende auf 190,3km in 18 Stunden und 42min.

Jetzt gönne ich meinen geschundenen Knochen, Sehnen und Muskeln aber erstmal 1-2 Tage Pause.

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