24h Lauf Reken – Schluss nach 100.80km

Meine ersten Gedanken als ich die 100.80km erreicht hatte waren: „Die nächsten Wochen werde ich keine Rechtskurven mehr laufen!“

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(Start und Zielbereich des Rekener 24h Laufs)

So richtig vorbereitet war ich auf den Lauf nicht, dennoch packte ich mein Auto für die kompletten 24h. Vielleicht geht es mir ja gut und ich kann lange laufen?! Ich musste aber vorher arbeiten. Zum Glück konnte ich früher gehen und hatte den Luxus eines Mittagsschlaf. Also ging es um 16 Uhr auf den Rundkurs rund um den Gevelsberg.

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(Viel los auf dem Parkplatz. Hier parkten die Läufer die sich den Großteil der Strecke vorgenommen haben.)

Eine Runde sollte 2.4km mit 32 Höhemetern betragen und wie man hier sehen kann gab es 6 Rechtskurven und nur eine langgezogene Linkskurve:

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Nebenbei ging es komplett über eine asphaltierte Strasse. Eine enorme Belastung also für die Muskeln und Knochen. Ich brach den Freitag deswegen trotz Unterstützung von Frank und Berni, die mich beide ein wenig begleiteten um 22 Uhr ab. Ich bin bis dahin 22 Runden und 52.8km in 6h gelaufen. Da ich den Lauf sehr langsam angegangen war hätte ich durchaus noch länger laufen können. Allerdings hat die Straße mir stark zugesetzt und um bleibende Schäden zu vermeiden beschloss ich nach Haus zu fahren und erstmal zu schlafen.

24hreken_4(Blick auf die Strecke nach der ersten Kurve. Viel Asphalt!!! Nur manchmal konnte man auf den Randstreifen ausweichen.)

Nach nur 6 Stunden Schlaf ging es mir doch wieder erstaunlich gut. Auch wenn ich mich direkt nach dem aufstehen wie ein 90 Jähriger fühlte. Nach dem Frühstück und ein paar Dehnungsübungen ging es wieder und so startete ich um 9 Uhr um die 100km voll zu machen.

24hreken_3(Das Kühllager von Iglo immer im Blick. Leider gab es bei sommerlichen Temperaturen kein Eis!)

Ich lief locker und in flotten Tempo los. Nach 1 Stunde und den ersten 4 Runden rechnete ich mir aus das ich nach knapp unter 5 Stunden die 100km voll haben sollte. Also ging es Runde für Runde immer weiter. Nach gut 3 Stunden wechselte ich auf mein 4tes Paar Schuhe während des gesamten Laufs. Die Dämpfung ist leider relativ schnell weg bei so einer Strecke.
Meine erste Begleitung für den Samstag habe ich am Anfang knapp verpasst. Frank hat noch ein paar Runden nach seiner Nachtschicht gedreht und wir haben uns nur im Auto auf der Zufahrt kurz getroffen. Zum Glück hat es mein Arbeitskollege Thomas geschafft und konnte mich zum Ende meines Rennens noch ca. 1,5h begleiten.

Mein Plan ging dann perfekt auf. Auch wenn ich am Ende der Strecke wieder Tribut zollen sollte und merklich langsamer wurde, schaffte ich die restlichen 48km unter 5 Stunden.
Somit brauchte ich für die 42 Runden und 100.80km am Ende 10:56:34h.
Das begehrte Shirt für den „Club der 100km“ Läufer konnte ich damit doch ergattern. Das wird mir freundlicherweise in ein paar Wochen zugeschickt. Es sind wohl zuviele Personen die 100km gelaufen so dass die Shirts zum Ende des Rennens ausgegangen sind. (Danke dafür an Rainer)

Eins bleibt aber hängen, so toll die Veranstaltung auch organisiert ist, ein so langer Straßenlauf für mich nichts ist. Ich fühle mich auf den Trails, Landschafts- und Bergläufen noch am wohlsten.

Bleibt am Ende zu hoffen das die Vernstalter viele Spenden für die Organisation „Deutscher Kinderhospizverein e.V.“  sammeln konnten. Für den guten Zweck läuft man doch immer gerne. Gefühlt waren auf jeden Fall mindestens 1000 Leute über die 24 verteilt auf der Strecke unterwegs.

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